Frühchen-Bedarf

Blume

Eine Schwangerschaft ist etwas Schönes - für Vater und Mutter. Immer häufiger treten jedoch Beschwerden bereits in einer frühen Schwangerschaftswoche (SSW) auf. Allein in Deutschland erblicken jährlich über 60.000 Frühchen das Licht der Welt, davon 8000 vor der 32. SSW und etwa 1000 um die 25. SSW. Aus dem ersten Frühgeborenen-Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht hervor, dass jährlich 15 Millionen Babys weltweit vor der 38. Schwangerschaftswoche geboren werden. Davon sterben leider 1,1 Millionen. Der Bericht verwertete Daten von über 100 Forscher aus 40 Universitäten.

Während sich bei manchen Schwangerschaften das erhöhte Risiko einer Frühgeburt oder gar eines Extrem-Frühchens bereits im Verlauf abzeichnet, werden dagegen viele Eltern durch ihr Frühchen überrascht. Diese Seite unterstützt Mütter und Väter, den Bedarf ihrer Frühchen zu decken, nützliche Tipps zu erhalten und die wichtigste Ausstattung zeitnah und unkompliziert zu beziehen. Übrigens etwas, wobei auch Freunde und Verwandte wertvolle Hilfe leisten können.

Dies fängt bei Kleidung an. Baby Mode ist nicht gleich Mode für Frühgeborene. Frühchenkleidung muss besondere Bedürfnisse adressieren. Weiter geht der Bedarf über Nahrung. Im Krankenhaus ist das Baby versorgt, aber wie geht es zu Hause weiter? Was bekommt ein Frühchen idealerweise als Nahrung, wenn Still-Probleme die Mutter beängstigen oder das Stillen gar nicht möglich ist? Was muss man bei der Pflege von Frühgeborenen beachten, welche Produkte kommen in Frage? Wie kann ich das mir Mögliche tun, um mein Baby zu fördern? Für all diese Fragen gilt es, Antworten zu finden, welche die Bedürfnisse von Eltern und Frühgeborenem adressieren.

Was sind die Ursachen für Frühgeburten?

Ab wann spricht man von einer Frühgeburt? Die medizinische Definition spricht von einer Geburt vor der vollendeten 37. SSW. Es gibt unterschiedliche Faktoren, die das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Bei Mehrlingsschwangerschaften (z.B. Zwillinge oder Trillinge) zeigt die Statistik eine deutlich jüngere Schwangerschaftswoche bei der Geburt. Andere typische Probleme in frühen SSW sind vorzeitiger Blasensprung, Tabak-Abusus, Zervixinsuffizienz, Gestose und pathologisches CTG, um nur einige zu nennen. Solche und andere Komplikationen bringen die kleinsten aller Erdenbürger auf die Neonatalogie bzw. die neonatalogische Intensivstation. Die Ursachen zur ergründen ist in so manchem Einzelfall nicht zufriedenstellend möglich. Der oben zitierte WHO-Bericht sieht für Deutschland das steigende Alter der Mütter, Bluthochdruck und das Rauchen als Hauptursache für Frühgeburten.

Wie steht es heutzutage um die Überlebenschancen von Frühchen?

Die Überlebenschancen sind heute wesentlich besser als noch vor wenigen Jahrzehnten. Die relativ junge Disziplin der Neonatalogie hat sich mit eigenen Fachärzten entwickelt. Die Überlebenschance einer Frühgeburt findet sich u.a. im Wert der so genannten perinatalen Mortalität in der Statistik wieder. Während die Sterblichkeit von Kindern zwischen der 24. SSW und dem 7. Tag nach der Geburt über alle Schwangerschaften gerechnet 1950 noch bei 5% lag, liegen sie heute bei ca. 0,5%. Dank aktueller Kenntnisse und modernster Technik überleben in Deutschland ca. 50-60% der Frühgeborenen aus der 24. SSW. Teilweise zeigen solch extreme Frühchen sogar erstaunlich wenig gravierende Spätfolgen und dies trotz monatelangen Aufenthalts auf der Intensivstation. Dazu ist eine frühe und fachgemäße Förderung bereits im Krankenhaus und später zu Hause unerlässlich. Ab der 28. SSW beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit bereits 90%.

Literatur zum Thema Frühchen

Frühgeborene. Rat und Hilfe für betroffene Eltern, Jorch, 2006
Frühgeborene - zu klein zum Leben?: Geborgenheit und Liebe von Anfang an, Marcovich, 2008
Checkliste Neonatologie. Das Neo-ABC. Roos, Genzel-Boroviczeny, Proquitte, 2003